Hoppa Hoppa Reiter (Requiemmix)

Angizia

Hoch oben am zwielichtigen Erdberg des Totenackers, 
jenseits des Ringelspielgaus und dort, wo der Kezman mit 
grauen Argusaugen über seinen Friedhof wacht, schaukelt ein
 Hutschpferd achtsam auf und ab. Kezman steht neben der 
Mähre und birgt eine rote Knute in der Hand. Schnöde 
wackelt er das Schaukelpferdchen in eine ungestüme 
Lebhaftigkeit und redet es wach. Es ist ein 
Karussellpferdchen, das vormals auf einer Drehscheibe 
abseits des Totenpfuhls tanzte und nun der feisten Gerte 
Kezmans hörig scheint. Als das Pferdchen schon davon zu 
galoppieren droht, singt der Kezman den Werkelmann aus 
seiner urigen Kiste: "Hoppa, hoppa, Reiter, wenn er fällt, 
dann schreit er!" Neckisch puppert das Peitschlein des 
Teufelsboten an der Holzdecke des Spielmanns, der wie wach 
aus seiner Kiste fährt, auf das Pferdchen steigt und das 
schrullige Tierchen mit gezielten Hieben durch den Friedhof
 jagt. Der Spielmann lenkt den Gaul in Kezmans Pfuhl. Er 
scheint ungehalten, aber verliebt in den Gestank dieser 
moderigen Brühe, die das sinkende Pferdchen mit einem 
grünen Breimantel überzog und im Schlamm des Sumpfes 
festhielt. "Komm, komm, mein Pferdchen", brabbelt der 
Werkelmann. Doch der Gaul ersauft und stirbt dem Spielmann 
weg - zu dieser grillenhaften Stund'!

KEZMAN

Hoppa, hoppa, Reiter,
wenn er fällt dann schreit er!
Fällt er in den Teich,
find't ihn keiner gleich.
Fällt er in die Hecken,
fressen ihn die Schnecken,
fressen ihn die Müllermücken,
die ihn vorn und hinten zwicken.
Fällt er in den tiefen Schnee,
dann gefällt's ihm nimmermehr.
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Fällt er in den Graben,
fressen ihn die Raben.
Fällt er in den Sumpf,
macht der Reiter plumps!
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