EXIL

Joachim Witt

Ich brauche einen Pfleger
 Der mir die Haare kämmt
 Und mir die Füße pudert
 Wenn ich ans Sterben denk'

 Ich bin auf einer Reise
 Die mich vom LEben trennt
 Ich sehe keine Preise
 Für Schlüpfer, Schuh und Hemd

 Ich spüre Nervenströme
 So streng wie Achselschweiß
 Sie peitschen mir die Sinne
 Und knüppeln meinen Geist

 Wilde Liebe, unerhörter Drang
 Treibt mich nach vorn in deinen warmen schoß
 Rücksichtslos und halbverdorben
 Steh' ich dann vor dir

 Sowas wie dich hab' ich noch nie gesehn'

 Ich fühl' die Hitze steigen
 Sie zieht mir ins Gehirn
 Ich möchte Muskeln zeigen
 Und falle auf die Stirn

 Ich selbst bin meine Heimat
 Ich brauche Zeit und Raum
 Ich lebe oft die Freiheit
 Und wenn auch nur im Traum

 Wilde Liebe, unerhörter Drang
 Treibt mich nach vorn in deinen warmen schoß
 Rücksichtslos und halbverdorben
 Steh' ich dann vor dir
Página 1 / 2
 Sowas wie dich hab' ich noch nie gesehn
Página 2 / 2